29.11.2011

Giftstoffe in der Fassadendämmung

Logo Schwelme Immobilien

Giftstoffe in der Fassadendämmung.

Moderne Wärmeverbundsysteme werden immer problematischer, da in den Putzen und Farben, welche auf den Dämmmaterialien aufgetragen werden, giftige Biozide (Antialgen- und Antipilzmittel) beigemischt werden. Biozide, wie z. B. Fungizide, sollen dafür sorgen, dass Algen, Pilze, Flechten und Moose sich nicht auf den Fassaden ausbreiten.

Wärmeverbundsysteme, zum Beispiel aus Polystyrol und Mineralfaser,  verändern die Bauphysik dahin gehend, dass sich durch die Veränderung des Taupunktes, insbesondere in den Nachtstunden Kondenswasser auf den Fassaden niederschlägt. Aufgrund der zeitlich überwiegend feuchten Fassadenoberfläche wird der Nährboden für diese unansehnlichen Fassadenverfärbungen bereitet. Nach etwa 5 Jahren sieht die zuvor strahlend weiße Fassade hässlich und sanierungsbedürftig aus. Um diesen Zeitpunkt (vielleicht bis nach der Gewährleistungspflicht?) hinauszuzögern, werden in den Putzen und Farben, welche auf die Dämmung aufgetragen werden, diese starken Gifte beigemischt.
Das Problem der Fassadenverfärbungen wird jedoch nur verschoben. Regen wäscht diese giftigen Beimischungen von den Fassaden ab und gelangt so in das Oberflächenwasser. Damit wird der Eintrag in Bächen und Grundwasser mit diesen Giften weiter erhöht. Bewohner mit ihren Kindern nehmen zwangsweise diese Stoffe auf, da sie sich im direkten Umfeld bewegen.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Nachteil dieser oben genannten Wärmeverbundsysteme (WDVS), ist die Ausbreitung von Bränden. Diese sollen zwar mit Hilfe von Brandsperren aus Mineralfaserplatten eingegrenzt werden, jedoch funktioniert dies nach den Erfahrungen der Feuerwehr nicht zufriedenstellend.

Wärmedämmung ist auch nach unserer Meinung für die Lebensqualität und Senkung der Heizkosten erstrebenswert und wichtig. Diese sollte von den Eigenheimbesitzern und Eigentümern von Wohnanlagen angegangen werden, nachdem man sich gründlich über die verschiedenen Wärmedämmungsmöglichkeiten informiert hat. Die Erfahrungen mit Klinkerfassaden oder Schiefer auf der Dämmung oder als Dämmung sind noch nicht ausreichend, stellen jedoch eventuell eine Lösung der Probleme dar.

Feuchtigkeit oder sogar Nässe in der Dämmung, also hinter dem Putz oder Klinker, wird die Bausubstanz nachhaltig schädigen. Insbesondere Betonteile werden dann dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen. Daher hat die sorgfältige Ausführung der Wärmedämmung allerhöchste Priorität.

Horst Prange
Schwelme Immobilien

Zurück

Immobilien-News

Horst Prange - Schwelme ImmobilienIhr persönlicher Ansprechpartner zu Immobilien:
Horst Prange
Rufen Sie mich einfach an:
Tel.: 0 23 36 / 77 87
Oder schreiben Sie mir eine E-Mail:
h.prange@schwelme.de